15.11.2011 - Grünflächenaufruf für München
WARUM WIR UNS MIT UNSERER INITIATIVE AM GRÜNFLÄCHENAUFRAUF BETEILIGEN.
Weil es sich bei unserer Initiative um Lebensmittel und die Ernährung dreht und außerdem der gern verwendete „Mahlzeit-Gruß" in mageren Zeiten eine neue Präsanz bekommt. Man kann den freundlichen Gruß auch mit etwas Schärfe betonen, dann bedeutet er „na Mahlzeit" und spiegelt die Stimmungslage von vielen. Der Ausspruch ist flexibel und wandelbar, er passt perfekt in unsere Zeit.
WARUM WIR UNS MIT UNSERER INITIATIVE AM GRÜNFLÄCHENAUFRAUF BETEILIGEN.
Verschwörungstheorie, Betrugsdelikt oder ernstzunehmender Hilferuf eines zu Unrecht "weggesperrten" Energie-Produzenten? Es ist schwer zu beurteilen. Hier drucken wir den gesamten ungekürzten Text des offenen Briefes, der uns heute zugestellt wurde.
DEMONSTRATION: AM 26. OKTOBER 2011, 9 UHR, AM EUROPÄISCHEN PATENTAMT IN MÜNCHEN, ERHRDTSTR. 27.
Es können jederzeit Situationen eintreten, wodurch die uns bekannten Versorgungsketten unterbrochen werden.
Just ab heute hat auf dem Hof in Wurmsdorf das Cafe und auch der Bioladen eröffnet, und zwar ab sofort immer Donnerstag bis Sonntag!
Wie kann man körperliches Training mit sinnvoller Betätigung verbinden?
Durch das Mähen mit der Sense.
Im Bayerischen gibt es ein prägnantes Wort: Das heißt "Verhau". Das ist mir sofort eingefallen, als ich unsere Felder nach den sintflutartigen Regenfällen gesehen hab. „So ein Verhau" (Unordnung, heftiges Durcheinander).
22. Juni kommen zwei ineinander verschraubte Tornados über unser Tal, mit unbändiger Kraft reißen sie tausende von Bäumen aus der Erde, knicken hohe Tannen wie Zahnstocher ab. Dazu schießen Kartoffelgroße Eisbälle auf die Erde, Jeder Grashalm, jede Feldfrucht, jede Blume wird durch deren Wucht zermalmt, zu Brei gehauen und in die Erde gestampft.
Zum großen Glück ist dabei in der gesamten Region kein einziger Mensch zu Tode gekommen. Wir trauern um unseren Wald, die zerstörte Landschaft. Unsere Felder. Alles kaputt, nichts steht mehr. Wir kommen alle herbei, 80 Leute nehmen an unserem Gemüselernfeld-Projekt teil. Wir räumen auf, einige unserer Männer bringen ihre Motorsägen mit und schneiden kaputte Äste und Bäume ab. In den Wald kann man nicht gut hinein, er gleicht einem riesigen zusammengebrochenen Mikadospiel. Hubert Jaksch telefoniert überall herum, wo gibt es jetzt noch saatgutfeste Pflanzen? Der Obergrashof schickt uns einige Paletten mit Ursaatgutgemüse. Unsere Nachbarn, das Chiemgauer Bauerntheater, leihen uns ihren LKW und unser tatkräftige Bauer und seine Frau Monika fahren abends noch los, hinter Mühldorf, dort soll es auch noch einige Pflänzchen geben. Am Samstag nach dem katastrophalen Hagel stehen alle Teilnehmer des Gemüselernfelds auf dem Feld und pflanzen und sähen, was an hybridfreiem Pflanzgut bis dahin zu bekommen war. Wir reden uns Mut zu, machen Scherze, dass unser Boden nun eine einmalige Vitalbombe einverleibt bekommen hat, denn schließlich sind unsere gesamten tollen Pflanzen in den Boden gestampft. Wir organisieren eine Kollekte für das neue Pflanzgut. Gegen Hagelschaden versichert sind unsere Felder nicht. Die Versicherung wäre zu teuer. Unser Bauer ist dafür Mitglied im Verein „Hagelschutz", die betreiben Flugzeuge von Rosenheim aus, die Hagelschäden dadurch vereiteln versuchen, dass sie die Wolken beschießen. Ungefähr wurde mir erklärt, wie das funktioniert: im Normalfall wird in der Wolke das Hagelkorn aufgelöst, indem sie die Wolke mit „Silberionen" beschießen und dann fällt Regen statt der verheerenden Eisgeschoße. Aber dieser Sturm hatte mit „Normalität" nicht das Geringste zu tun. Nichts mehr bei uns ist derzeit normal. Wir gehen jetzt in den Supermarkt Gemüse kaufen, das fühlt sich komische für uns an, schließlich waren wir schon üppig am Ernten und Selbstversorger. Dabei ist allen klar, was wir für ein Privileg gegenüber den armen Ländern haben, die nach dem Verlust ihrer Ernte nicht einfach auf einen Supermarkt ausweichen können. Landwirtschaft ist ein wirklich hartes Geschäft. Wir schätzen die Bauern unserer Welt, sie sind Helden und brauchen absolute Hochachtung und Respekt von den Verbrauchern. Dementsprechend empfehlen wir kleine regionale Betriebe zu unterstützen, Massenproduktionen und Geldschneiderei zu unterbinden und aufmerksam gegenüber den Nöten und auch den unermüdlichen Bemühungen unserer tapferen Landwirte auf dem gesamten Erdball zu sein. Fortsetzungskatastrophe folgt.
Wir führen zahlreiche Interviews zum Thema LEBENsMITTEL durch, sprechen mit Experten und ermitteln die Wünsche von Verbrauchern an ihre Partner im Bereich Lebensmittelversorgung: den Produzenten, den Handel und die Politik.
Der Bauernregel zufolge könnte es nun bis zum Freitag, dem 24. Juni durchregnen.