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Unsere Themenfelder

23.01.2010 - Eigentlich geht es bei mir jetzt schon wieder an mit Aussähen auf der Fensterbank.

Susanne Ahle, Katholische Landvolkbewegung, Diözese Augsburg

  „Ich habe jetzt auch ein altes Einkaufswagenhäuschen von der Baywa als Gewächshaus umfunktioniert, die hätten das weggeschmissen. Das ist optimal. Ich habe dort letztes Jahr drei Klettergurken angepflanzt, da habe ich bei 175 Gurken das zählen aufgehört. Wir haben eine große Familie, sechs Geschwister mit Kindern, die versorge ich dann mit. Unsere Kinder gehen in das Gewächshaus rein und pflücken sich eine Gurke, beißen rein. Das kann man dann auch mit gutem Gewissen machen. Man weiß ja, dass da keine Pestizide dran sind. Unser Thema auf der Grünen Woche ist „Fairwandle Dein Klima". Wir rechnen einen ökologischen Fußabdruck bei uns am Stand aus und da ist das Ergebnis für viele, dass sie im deutschen Durchschnitt liegen, was besagt, sie brauchen drei Planeten, um so weiterleben zu können. Aber wir erleben am Stand auch, die Leute sind dankbar für dieses Wachrütteln. Die Resonanz bei unserem Thema  bei vielen ist auch, dass sie sich ein bisschen hilflos fühlen, gegenüber großen Konzernen und auch gegenüber der Politik. Sie fühlen sich verschaukelt. Da war neulich eine Diskussion auf der Bühne in unserer Halle, was der einzelne für den Klimaschutz tun kann und da hat sich eine Frau bei uns massiv beschwert, dass man den kleinen Verbraucher immer anmahnt, was er alles tun soll und wenn man dann Berichte von der Klimakonferenz sieht, dann tun die Politiker viel zu wenig. Darüber sind die Menschen verärgert. Die Berichte, die man im Fernsehen sieht, die frustrieren ohnehin. Neulich wieder die Diskussion mit den Wiesenhofhähnchen. Und da stört mich, dass die Funktionäre immer einen Deckmantel über die Tierhaltung legen. Die sagen, man darf die Vorkommnisse nicht auf die ganze Landwirtschaft schließen, das sind Einzelfälle, natürlich wird das untersucht.Aber wir wissen ja, wir hören nie wieder was davon. Was kann tun? Man kann die Leute ermuntern, ihren Lebensstil zu überdenken und vielleicht mal kritisch zu analysieren: Wo stehe ich jetzt, was habe ich bisher schon erreicht, was könnte ich besser machen? Jetzt ist ja bald wieder Weltgebetstag für Frauen, der ist von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam organisiert. Dieses Jahr ist es das Jahr des Klimas. Und dazu gab es für mich heute ein Schlüsselerlebnis: Eine Frau kam zu uns, die hat gesagt: „Zum Weltgebetstag beten ja viele Menschen gemeinsam auf der Welt für das Klima, das ermuntert mich, weil dann spürt man einfach, man ist nicht allein."

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