23.01.2010 - Projekte für Kindergärten und Schulen: Wo kommen die Lebensmittel überhaupt her?
Michaela aus Werder, geb. 1975 in Siegen, kommt eigentlich aus dem ökologischen Landbau, hat drei Jahre auf einem Biohof gearbeitet und gerade ganz frisch den Ernährungscouch gemacht. „Vom Korn zum Brot - Korn mit verschiedenen Mahltechniken zu Mehl verarbeiten und dann gemeinsam Brötchen backen, die man natürlich auch gemeinsam verspeist. Zusammen eine Bäckerei besuchen."
„Ich bin in den Ernährungsbereich gegangen, weil ich denke, da gibt es Bedarf. Mein Ziel ist es, gerade Kinder und Jugendlichen gesunde Ernährung zu vermitteln, aber auch, dass sie wieder zur Natur finden können. Obwohl ich auf dem Land lebe, ist das nicht der Fall. Ich wohne im ehemaligen Osten und oft sind die Eltern beide in der Arbeit und die Kinder bis vier nachmittags in der Kita oder im Hort und ich denke, dass die Leute auch gar keine Zeit haben, für einen eigenen Gemüsegarten zu pflegen. Mir liegt daran, dass Kinder mit Herz, Hand und Verstand erleben können, wie ihre Nahrung entsteht und welche Vorteile ihnen gesunde Nahrung bietet. Von der Milch zum Käse . Kinder wissen ja nicht, wie der Joghurt, den sie jeden Tag essen, hergestellt wird, was da drin ist. Ein Anliegen ist auch, Wissen zu Kreislaufwirtschaft und dem Organismus Landwirtschaft zu vermitteln. Ich denke schon, dass die Kindergärtnerinnen und Lehrer sehr offen dafür sind, aber dann sind auch wieder keine Gelder da, um das zu verwirklichen, Kindergärten sind oft durch mangelndes Personal überlastet. Da wird schon viel gemacht, man sieht auch eine Entwicklung, aber sie brauchen Unterstützung. Wenn man mit Projekten im Bereich Ernährung von außen in die Kindergärten reingeht, dann ist es für sie nicht so ein großer Aufwand. Ich würde immer gern auch einen Besuch in einer Bäckerei oder Molkerei mit anbieten, je nachdem, wie es in die Tagesgestaltung passt. Meine Idee wäre auch ein mobiler Umweltbus, mit dem man eingeladen wird, auch auf Festivitäten und eine Aktion anbietet. Ich habe zwei Kinder. Mir ist es ein Anliegen, dass mehr Bewusstsein für Umwelt und Ernährung in den Köpfen Einzug hält. Ich würde mir wünschen, dass sich mehr ökologischer Landbau in unserer Region etabliert. Ich kann mir auch vorstellen, einen Kinderlernacker zu betreiben, in der Richtung, wie das hier bei Euch am Stand der Herr Jaksch für Familien vorstellt."


