Diese Seite drucken!
Diese Seite weiterempfehlen!

Unsere Themenfelder

24.01.2010 - Wir möchten, dass die Leute hinschauen

Matthias, angehender Hauptschullehrer,27 Jahre, führte auf der Grünen Woche ein Verbraucherinformationsprojekt durch „Nur wer Wissen hat, dem bringt es auch was, hinzuschauen."

  „Wir haben hier auf der Grünen Woche mit den Leuten über das Verbraucherverhalten und nicht versteckte Inhaltsstoffe von Lebensmitteln gesprochen denn die sind nicht versteckt, die stehen hinten drauf, und zwar nicht klein, sondern groß. Wir mussten feststellen, dass die Menschen das nicht wissen.  Ich denke, dass es die Leute nie gelernt haben, genau hinzusehen. Ich möchte überhaupt gar kein Desinteresse unterstellen. Wenn wir über bestimmte Qualitätsmerkmale gesprochen haben, kam „Das stimmt ja doch nicht". Es ist also auch mit einem gewissen Misstrauen dem gegenüber gekoppelt, was da auf der Packung steht. Aufgrund von Nicht-Wissen und Nicht-Hinschauen wird dann willkürlich das Nahrungsmittel ausgewählt. Wir sind ein paar Leute in unserem Raum und bringen verschiedene Fähigkeiten mit um selbst einen Hof aufzubauen, der nicht unbedingt auf Selbstanbau ausgerichtet ist, sonder darauf, dass Menschen Sachen zur Erzeugung erfahren können. Wir kommen aus der Heidelberger Gegend und suchen im Moment, da wir alle noch im Studium sind, nach Wegen wie man so etwas finanziell auf die Beine stellen kann. Zum Teil sind wir Lehrer. Wir versuchen, die Schüler, nicht wie viele andere Gesundheitskonzepte mit Ernährungsratschlägen zu versorgen. Wir gehen viel mehr in die Richtung die Schüler praktisch und experimentell  zu informieren und weiter zu bilden. Wir machen Projekte, z. B. ein Schülerprogramm hier auf der Grünen Woche, bei dem wir Lebensmittel mit Schüler mit chemischen Verfahren analysieren. Die Schülern bekommen ein Wissen, das ihnen die Chance gibt, den Transfer zu vollziehen, die Inhaltsstoffe, die sie hier kennenlerne, sind ja in vielen Lebensmittel drin. Unser Konzept, das wir in der Gesundheitsbildung einsetzen, baut auf den Grundgedanken der „Salutogenese"  spricht  der Gesundheitsentsteheung auf. Das Gegenteil ist die „Pathogenese"  -die Lehre von der Entstehung von Krankheiten. Wichtig für uns ist das soziale Wohlbefinden, aber vor allem auch das grundsätzliche Wohlbefinden. Wenn wir über Ernährung sprechen, sprechen wir vor allem dabei über den Genuss-Dass ein kleines Stück Schokolade am Tag genauso wichtig sein kann, wie die eineinhalb Liter Wasser, die man trinkt, denn es geht dabei um ein positives Gefühl.  Wir verbieten nicht, sondern wir verstärken positive Verhaltensweisen. Das war Teil meines Lehrerstudiums in Heidelberg, ich bin mit dem Studium jetzt gerade fertig und gehe nächste Woche ins Lehrerreferendariat. Ich werde Hauptschullehrer. Grundsätzlich finde ich wichtig, dass Schüler wieder sehen, wo kommt denn eigentlich unsere Nahrung her. Was ist denn eigentlich der Ursprung unseres Lebens? Das ist mir wichtig, dass Schüler oder Kinder ihre Umwelt verstehen. Jemand der versteht, ist er auch dazu in der Lage, selbständig zu handeln."

Zurück zur Übersicht