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Unsere Themenfelder

14.06.2011 - "Forschung im Bereich Nacherntetechnologie"

Wir führen zahlreiche Interviews zum Thema LEBENsMITTEL durch, sprechen mit Experten und ermitteln die Wünsche von Verbrauchern an ihre Partner im Bereich Lebensmittelversorgung: den Produzenten, den Handel und die Politik.

Gut bedient und gut informiert wollen die Endverbraucher sein und Vertrauen wollen sie haben können. Die Waren sollen optisch ansprechend präsentiert werden, im Sinne von „Wertschätzung" gegenüber den Lebensmitteln, den Menschen, die es produzieren und verkaufen und denen, die es kaufen. Wenige, ausgesuchte Waren wünschen sie sich und einen Händler, der die Verantwortung übernimmt, dass die Produkte ressourcen-, umweltschonend und fair gehandelt sind und es sollen keine Tiere gequält werden.

Die Sachen sollen gesund sein und nach was schmecken, nicht künstlich oder „designed" – Künstlichkeit und verlogene Werbeslogans gehen diesen Verbrauchern auf den Geist. Vielfalt wünschen sie sich bei heimischen Produkten, beim Obst und beim Gemüse. Z.B. bei den Kartoffeln.

1. Interview-Beitrag:

„Forschung im Bereich Nacherntetechnologie"

An der Humboldtuniversität erforscht Fr. Dr. Huyskens-Keil den Qualitätserhalt von leicht verderblichen Obst- und Gemüsesorten, im Speziellen den Einsatz von Nacherntetechnologien: z.B. Ozon- und UV-Strahlenbehandlung auf gesundheitspräventive Inhaltsstoffe.

„Die gesamten Nacherntebehandlungen bedeuten für die Pflanze Stress und die Schutzstoffe der Pflanzen erhöhen sich dadurch. Allein die Ernte ist Stress, die Trennung von der Wurzel, dass die Wasserversorgung und die Nährstoffversorgung abgeschnitten werden.

Die geerntete Pflanze bildet Schutzmechanismen. Dafür produziert sie oxitativ wirksame Substanzen. Protektoren für die Pflanzen und für den Menschen gesundheitlich wirksame Substanzen. Das Ziel der Forschung ist, diesen Schutzmechanismus der Pflanzen zu untersuchen und die Auswirkungen auf die ernährungsphysiologisch wirksamen Inhaltsstoffe.

INKA-BB – Innovation Klimawandel in Berlin Brandenburg, hat gerade ein Projekt angefangen: Im Prinzip werden pflanzliche Nahrungsmittel auf die unterschiedlichsten Auswirkungen von Trockenstress erforscht. Ob alte Sorten weniger Stress haben, werden die Tests ergeben. Wir wissen derzeit, dass wir die Schutzmechanismen anregen können, aber was wir erforschen müssen, ab welchem Schwellenwert der für den Menschen ernährungsphysiologisch nützlich oder schädlich sein kann. Dazu kommt die Zusammensetzung der gesundheitsfördernden Stoffe. Die Dosis macht es. Und auch je nachdem, welche Konstitution man im Körper hat.

Man weiß unter den Verbrauchern viel zu wenig über die Gesundheitspotentiale von Obst und Gemüse. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass wenn man die Produkte gezielt als Rohware oder zubereitet verzehrt, es durch kein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt werden kann. Cholesterinsenkende Mittel einzunehmen, hat nicht den gleichen Effekt, als wenn man einen Apfel einfach so isst. Warum das so ist, das kann man noch nicht sagen.

Kein tropisches Obst kommt zu uns ohne Nacherntebehandlung. Man muss es behandeln, damit es über die Zeit des Transports die Qualität erhalten kann.

Bisher haben z. B. die Deutsche Regierung und die Österreicher ganz klar gesagt: Wir brauchen so etwas wie eine Nacherntebehandlung nicht. Aber mehr und mehr ist die Behandlung international üblich und auch auf EU-Ebene ist aufgrund des Wettbewerbs der Druck groß, die Nacherntetechnologien auch bei uns einzuführen. Das ist das Problem, dass viele Konsumenten rund ums Jahr alles haben wollen.

Kampagnen für gesunde Lebensmittel, wie 5 am Tag Gemüse oder Obst haben den Verbraucher nicht erreicht. Daraus ist eine Gegenbewegung entstanden. Man gibt die wertvollen Vitamine als künstliche Zusatzstoffe in die Lebensmittel."

High-Noon-Veranstaltungstipp:

Bitte dringend den Termin notieren: 26. Juni von 10 bis 17 Uhr ist "Tag der offenen Gärten" im Raum Simsee - mit stündlichen Führungen auf unserem Gemüselernfeld in Wurmdorf bei Söllnhuben, Kreis Riedering (A8 nach Salzburg, Ausfahrt Frasdorf)

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