01.08.2011 - Vorrat halten
Es können jederzeit Situationen eintreten, wodurch die uns bekannten Versorgungsketten unterbrochen werden.
Beispiele hierfür sind Stromausfälle, Streiks oder besondere Hindernisse im Transportsektor (Vulkanwolke), plötzliche Wintereinbrüche oder Unwetterlagen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Bonn empfiehlt der Bevölkerung daher, sich für einen Zeitraum von optimalerweise 10 bis 14 Tagen mit Lebensmitteln zu bevorraten.
Ein Stromausfall kann dazu führen, dass die Supermärkte schließen, weil die Kühlketten unterbrochen werden, die Kassen und Warenbestandssysteme ausfallen. Im Privathaushalt können in diesen Situationen Elektroherde nicht mehr genutzt werden, Heizungen und die Warmwasseraufbereitung fallen aus, auch ans eigene Auto kommt man nicht ran, wenn es in einer Garage mit elektrisch betriebenem Tor oder Duplex-Hebebühne abgestellt ist.
Man muss VOR Eintritt einer Schadenslage entsprechende Maßnahmen treffen. Wenn der Strom ausgefallen ist, ist es oft zu spät. Es empfiehlt sich, ein batteriebetriebenes Radio für den Nachrichtenempfang, Kerzen, vielleicht auch eine Taschenlampe und natürlich auch entsprechende Batterien auf Vorrat zu haben. Brennstoffe, z.B. für Campingkochgeräte ermöglichen die Zubereitung einfacher Mahlzeiten oder die Erwärmung von Wasser. Wer einen Ofen oder Kamin hat, kann im Winter damit heizen, die anderen müssen sich warm anziehen oder können vielleicht bei Bekannten unterkommen, die Heizmöglichkeiten haben.
Informationen stehen auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de zur Verfügung. Dort kann der Bürger kostenfrei Broschüren bestellen. Sehr empfehlenswert ist der Ratgeber „Für den Notfall vorgesorgt", der mittlerweile auch in acht Fremdsprachen verfügbar ist. Alle Produkte stehen auch kostenfrei als PDF-Datei zur Verfügung.
Dann gibt es die Seite www.ernaehrungsvorsorge.de. Dort gibt es einen Bevorratungsrechner, der bei der Bedarfsberechnung die Größe des Haushalts, das Alter der Personen und die Geschlechter berücksichtigt.
Ziel der Empfehlungen ist, dass der Bürger autark ist in der Startphase einer Krisensituation. Ganz wichtig sind Flüssigkeit und Wasser. Wenn der Strom ausfällt, kann als Folge die Wasserversorgung ausfallen. Die Wasserversorger sind ebenfalls beim Betrieb ihrer Pumpen vom Strom abhängig.
Es ist wichtig, dass man Dinge einlagert, die nicht kühlungsabhängig sind, z.B. Dosenfleisch, Dosenbrot, Konserven, Reis, Polenta. Ein kleines Kochgerät, das mit Brennstoff betrieben werden kann, ist hilfreich. Man muss auch praktisch denken: sofern noch Würstchen oder Fleisch vorrätig sind, kann gegrillt werden.
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